
Höret, ihr Leut’, was wir zu künden vermögen,
von Schwertes Kraft und finsteren Wogen.
Die Crassatores ziehn durch das Land –
mit Klinge, mit Wort und mit wackerer Hand.
Seyd bereit für Wegelagerei,
für Kurzweyl, Spektakel und Mummenschrei!
Wir stammen aus Normanniens ehrvollem Reich
und führen euch dorthin – tapfer und bleich.
Ins 11. Jahrhundert entführen wir euch,
mit Rüstung, mit Stahl und manchem kecken Streich.
Ob Langschwert, Spieß, Axt, Schild in der Hand,
erhebt sich der Schlachtgesang durchs weite Land.
Pfannen und Besen, als Waffen geschwungen,
haben wir schon manchen Gegner bezwungen.
Mit Dolch, mit Miene, mit Kampfeskunst,
entfachen wir Szenen voll Witz und Dunst.
Zum Staunen, zum Lachen, zum Fürchten gar,
ist unser Tun – mal wild, mal sonderbar.
Ein jeder Kampf, ob ernst oder heiter,
zeigt Können und Ehr’ – wir schreiten weiter.
Gegründet im düst’ren Jahre zwanzig zwanzig,
wie einst bei der Pest, als’s Leben ward ranzig.
In Freising, im Herzen des bairischen Landes,
begann unser Tun – mit Rittergewandes.
Ein Ritter, gestählt durch zwanzig Jahr
voll Kampf und Geschichte, durch Sturm und Gefahr,
rief Gleichgesinnte mit froher Kund
und schloss mit ihnen brüderlichen Bund,
ein Band aus Stahl, mit Treue und Geschick,
fest gewoben – ein starkes Stück.
An seiner Seit’ – mit mutigem Sinn,
die holde Maid, sein Herzensgewinn.
Gemeinsam erschufen sie, klug und bedacht,
was heute in neuem Glanze erwacht.
So wuchs die Schar mit Herz und mit Mut,
mit Eisen, mit Leder, mit Lust und mit Glut.
Wir sind nicht nur Kämpfer, wir sind auch Geschicht’ -
mit Feuer im Blick und frohem Gesicht.
Wir lagern, wir leben, wir trinken und scherzen,
doch stets mit Respekt, aus tiefstem Herzen.
Ob Kinder, Edle, Volk auf dem Markt,
ob Schenke, Turnier oder wandernder Park –
wo immer das Fest der alten Zeit,
dort sind wir gern mit Heiterkeit.
Wollt ihr uns laden zu eurem Fest,
so lasst es uns wissen – wir sind zu Gast!
Mit Speis’ und Trank, mit Spiel und mehr,
bringen wir Leben und Abenteuer her.
Nun stöbert in Ruh durch unsere Seyten,
sie sollen euch leiten, erfreuen, begleiten.
Doch nehmt euch in Acht bei jedem Vers im Geleit,
denn hier klingt das Echo aus alter Zeit.